Was sind Inklusionsbetriebe?


Inklusionsbetriebe sind Unternehmen des allgemeinen Arbeistmarktes mit sozialem Anspruch und Grundsätzen. Dem hat der Gestzgeber mit der Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) auch Rechnung getragen und die bis dato "Integrationsprojekte" bezeichneten Unternehmen in "Inklusionsbetriebe" umbenannt. Sie stellen marktfähige Produkte und Dienstleistungen her. Sie werden nicht subventioniert, sondern erhalten nach den Bestimmungen des SGB III und des SGB IX ausschließlich einen Nachteilsausgleich, der allen Arbeitgebern des ersten Arbeitsmarktes offensteht.

Der Anteil an schwerbehinderten Menschen liegt je nach Art des Betriebes und der Branche in der Regel zwischen mindestens 30% und 50%. Inklusionsbetriebe arbeiten markt- und qualitätsorientiert und bieten ihren Mitarbeitern Arbeitsverhältnisse unter den üblichen Behindungen des allgemeinen Arbeitsmarktes (tarifliche bzw. ortsübliche Entlohnung, Kündigungsschutz...).

Langfristige Erfahrungen gibt es bereits seit annähernd 30 Jahren: Wurden diese Betriebe seit Ende der siebziger Jahre zunächst auschließlich für die Zielgruppe der Menschen mit psychiatrischer Erfahrung geschaffen, so entstehen seit vielen Jahren auch Betriebe für Menschen mit körperlichen und geistigen sowie mehrfachen Behinderungen. Inklusionsunternehmen leisten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, denn der Arbeistmarkt öffnet sich besonders schwerbehinderten Menschen noch immer nur zögerlich.

Gelnhausen im Juni 2017